Nürnberg geht raus aus Deutschland

Ice Tigers Boss Thomas Sabo ist wütend
Thomas Sabo nach dem Ausscheiden im Halbfinale. Foto: Birgit Eiblmaier

Nach dieser Saison ist Schluss mit Deutschland: Die THOMAS SABO Ice Tigers haben sich mit einem schockierenden Donnerwetter aus der Deutschen Eishockey Liga verabschiedet. Nach dem verdienten Aus im Halbfinale gegen die Eisbären Berlin konnten die Franken das erneut verpasste Finale nicht verdauen. Die Öffentlichkeitsarbeit der Franken fokussierte sich nach der Niederlage demnach nur noch auf grenzenlos schamlose Kritik gegenüber der drittbesten Liga Europas. Die Leitung der Liga fasste den Entschluss, dem Nürnberger Eishockey Club die Lizenz für die kommende Saison zu entziehen. Hauptsponsor Thomas Sabo aber war schneller und meldete seine Mannschaft kurzerhand für die internationale Erste Bank Eishockey Liga an.

 

SKURRILE VORWÜRFE GEGEN DIE LIGA 

 

Schlechte Verlierer wollten die THOMAS SABO Ice Tigers nach dem regulären Aus im Halbfinale gegen die Eisbären Berlin nicht sein. Dennoch bombardierten die Franken die drittbeste Eishockey Liga in Europa mit schamloser und grenzenloser Kritik in sozialen Medien. So sollen die beiden Schiedsrichter in mehreren Partien Fouls an die Nürnberger Spieler übersehen haben. Der Disziplinarausschuss zeigte sich verständlicherweise empört. James Sheppard soll Dane Fox gefoult haben. Dabei hatte Sheppard alles mögliche dafür getan, Fox aus dem Weg zu schlittern. Obwohl der Berliner Stürmer unter enormen psychischen Druck stand, schaffte er es, die für Eishockeyspieler typische Haltung einzunehmen, extrem breitbeinig aufzutreten und sein linkes Bein auszustrecken. „Das hätte in dieser Situation nicht jeder Spieler geschafft“, sagte der Chef der Schiedsrichter Lars Brüggemann. „Wir bedauern die Verletzung des Spielers sehr. Fox hätte in dieser Passage des Spiels allerdings niemals offensiv agieren dürfen“, erklärte Brüggemann weiter.

 

 

Niklas Treutle von den Thomas Sabo Ice Tigers in den Play Offs
Augen zu und durch: Nürnberg kann nicht mehr hinsehen. Foto: Thomas Hahn

Immerhin hatte sich die Deutsche Eishockey Liga schon das perfekte Szenario für die finale Serie auf dem Storyboard vorbereitet. Dass Dane Fox überhaupt versuchte, ein siebtes Spiel zu erkämpfen, wirft ein skandalöses Licht auf das Nürnberger Eishockey und Trainer Rob Wilson, der die Mannschaft offensichtlich auf einen Sieg einstellte. Auch für die komplexe Knöchelverletzung von Tom Gilbert soll ein Spieler der Eisbären Berlin verantwortlich gewesen sein. Gilbert war immerhin ohne Fremdeinwirkung in die Bande gekracht und im Anschluss humpelnd vom Eis gefahren.

„IRGENDWANN HÖRT DER SPASS AUF! 

 

Obwohl das Liga Büro die Pressesprecher der Franken des Öfteren höflich per Post darauf aufmerksam machte, dass derart unberechtigte öffentliche Kritik in einer professionellen Liga nicht gerne gesehen ist, fuhr die Nürnberger Social Media Maschinerie fort. Immerhin soll sich der Routinier Patrick Köppchen kleine Schrammen im Gesicht zugezogen haben. Gesehen hat das im dritten Spiel der Serie in der Berliner Arena niemand und das obwohl fast 15 000 Zuschauer anwesend waren. Auch hier ist die Sachlage klar, weshalb sich die Liga zusammen mit den dreizehn anderen Vereinen dazu entschlossen hatte, den frechen Nürnbergern mit sofortiger Wirkung die Lizenz zu entziehen. „Irgendwann hört der Spaß auf“, schimpfte der Geschäftsführer der Liga.

 

WER ZUERST KOMMT, MAHLT ZUERST! 

Die Verantwortlichen und Vorstände hatten dabei aber nicht mit der Gerissenheit des Schmuckherstellers aus Lauf gerechnet, der seine Mannschaft kurzerhand in der Erste Bank Eishockey Liga anmeldete. Gegen Haie, Bären, Adler und Bullen werden die Franken auch in der österreichisch internationalen Liga antreten müssen. Dem durchschnittlichen Event – Fan dürfte somit gar nicht auffallen, dass es Nürnberg in der kommenden Saison in einer anderen Liga versucht, endlich Meister zu werden. Doch auch für diesen Fall hat die Deutsche Eishockey Liga bereits vorgesorgt. In der Saison 2018/19 sollen zum historisch ersten Mal die beiden Hauptschiedsrichter Daniel Piechaczeck und André Schrader ein Austauschprogramm mit den Unparteiischen in der EBEL durchführen und eine der beiden Halbfinalserien leiten. Für eine Nürnberger Niederlage im Halbfinale gegen Red Bull Salzburg oder die Vienna Capitals sei somit gesorgt, so heißt es am späten Donnerstagabend in Neuss.

 

Daniel Piechaczek im Gespräch mit Rob Wilson, Headcoach der THOMAS SABO Ice Tigers
In der EBEL wird Piechaczek dank eines Austauschprogramms für Ordnung sorgen! Foto: Birgit Eiblmaier

TOPSPIEL ZU BEGINN

Das erste Spiel der neuen Saison bestreiten die THOMAS SABO Ice Tigers am Freitag, den 9. September 2018 um 19:30 Uhr vor heimischen Publikum gegen Red Bull Salzburg. Der Verkauf der Tickets startet, sobald Satire Realität geworden ist. Weitere Informationen gibt es immer aktuell auf der Homepage des Vereins. 


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